RICHTIGES DEHNEN
Kraft- und Ausdauertraining ist für unseren Körper ein wichtiger Faktor der ganzheitlichen Gesundheit, jedoch wird in den meisten Fällen das ebenso wichtige Dehnen vernachlässigt bzw. falsch angewendet. Das kann zu Steifheit und möglicherweise sogar zu Schäden der Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln führen.
Wenn Sie sich nicht zusätzlich zum Kraft- und Ausdauertraining richtig dehnen, verkürzen sich die Muskeln, Gelenke werden stärker belastet und die Statik sowie Haltung verschlechtern sich, wodurch man statt einer Besserung, eine Verschlechterung seiner Konstitution erzielt.
Sinn des Trainings bei uns ist es, Ihre Gesundheit zu verbessern und zu erhalten. Dazu zählt auch ein optimales und regelmäßiges Dehnprogramm.
Das Verkürzen der Muskeln kann verschiedene Ursachen haben:
Der Sinn des Dehnens liegt in der Verlängerung der Muskeln. Es sollte nach dem Training stets durchgeführt werden, um die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung anzuregen und somit eine größere Beweglichkeit zu erreichen.
Der Physiotherapeut oder Trainer wird in der Eingangsuntersuchung feststellen, welche Muskeln zu kurz sind und gedehnt werden müssen. Zusammen mit einem von beiden werden Sie diese Dehnübungen durchführen und erklärt bekommen.
Wenn Sie Schmerzen bei den Dehnübungen spüren, informieren Sie Ihren Trainer bzw. Physiotherapeuten. Wichtig ist, dass Sie sich erst dehnen, wenn der Muskel aufgewärmt ist!
Der Muskel soll 1 Mal gedehnt und dann 20 Sekunden gehalten werden, um ihn anschließend langsam zu entspannen. Bei stark verkürzten Muskeln dehnen Sie 3 Mal den gleichen Muskel; erst dann gehen Sie zu den anderen Muskelpartien über.
Die Dehnübungen haben wir wie folgt eingeteilt:
Es gibt verschiedene Formen des Dehnens. Man kann unter anderem dynamisch und statisch dehnen.
Das dynamische Dehnen wird im Sport häufig praktiziert. Durch Wippen, Federn oder Schwingen wird versucht, die entsprechenden Muskeln möglichst weit zu dehnen und so einen größeren Bewegungsumfang der Gelenke zu erreichen.
Die ruckartige, kurz andauernde Dehnung führt zum Auslösen des Dehnreflexes. Dieser Reflex bewirkt eine sofort eintretende unwillkürliche Muskelkontraktion, die der Dehnung entgegenwirkt, und eine optimale Dehnung der Muskeln verhindert, was den Muskel sogar schädigen kann.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass kontrolliertes, langsames Dehnen der dynamischen Technik überlegen ist. Beim statischen Dehnen wird der Muskel nach Einnehmen der Dehnstellung durch eine nur kleine Änderung der Position gedehnt. Diese Positionsänderung kann durch die Schwerkraft, eigene Muskeln, einen Partner oder auch ein Gerät bewirkt werden.